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Eine Verbesserung der heutigen, unter dem Aspekt der Volksgesundheit erfolgreichen Politik verdient den Vorzug gegenüber einer radikalen Kursänderung mit allen ungewissen Vor- und Nachteilen. Die niederländische Drogenpolitik wird innerhalb der durch internationale Verträge festgelegten Grenzen primär auf Prävention und Harm reduction ausgerichtet sein. Aufgrund einer genauen Evaluierung der erzielten Ergebnisse und der aktuellen Probleme werden in diesem Bericht Vorschläge für drogenpolitische Kursänderungen unterbreitet.
Gegen die durch in- und ausländische Drogenabhängige verursachten Probleme müssen kurzfristig effektive Maßnahmen ergriffen werden. Dies erfordert eine koordinierte Aktion der Exekutive, der Staatsanwaltschaften, der Hilfseinrichtungen, der Polizei und der Ausländerbehörde.
Harte Maßnahmen sollen, wo nötig, nicht gescheut werden.
Die Entwicklung des organisierten Verbrechens ist eine Bedrohung für den demokratischen Rechtsstaat. Der niederländische Rechtsstaat wird sich hiergegen u.a. in internationalem Rahmen weiterhin sehr entschieden zur Wehr setzen müssen, selbstverständlich ohne dabei seine normativen Prinzipien zu verleugnen. Die Fahndung nach Drogenhändlern und deren Strafverfolgung müssen bei der Polizei und Justiz weiterhin höchste Priorität genießen. Die Suchthilfe wird sich u.a. im Zusammenhang mit der Verlagerung der Probleme - mehr ältere Heroinabhängige, neue Designerdrogen - neu orientieren müssen.
In den folgenden Kapiteln soll der Reihenfolge nach auf die Maßnahmen im Bereich der harten Drogen, die notwendigen Reformen bei der Suchthilfe, die Maßnahmen im Bereich der weichen Drogen und die strafrechtlichen Maßnahmen bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingegangen werden. Der Bericht schließt mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Schlußfolgerungen und Regierungsvorhaben.
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