



Anhang
Anhang II
Wichtigste Maßnahmen laut Drogenbericht
Allgemeine Maßnahmen:
- Keine Legalisierung harter oder weicher Drogen
- Fortsetzung der auf die Trennung der Märkte und Harm
reduction ausgerichteten Politik mit einigen
Verschärfungen:
- Reform des Betreuungskonzepts
- Intensivierung der Bekämpfung der
Folgeerscheinungen, des Drogenkonsums und der
Kriminalität
- Bekämpfung der organisierten Kriminalität
- Intensivierung der Beratungen mit dem Ausland
- Integrales Vorgehen: Prävention, Betreuung,
Resozialisierung und strafrechtliche Sanktionierung von
asozialem und/oder kriminellem Verhalten
Besondere Maßnahmen:
- Schaffung eines überregionalen Stützpunktes für die
Aufklärung, Schulung und Planung auf dem Gebiet der
Drogenprävention
- Gesetzliche Regelung der Teilnahme an der überregionalen
Aufklärung in bezug auf die Kontrolle der
Suchtproblematik
- Untersuchungen in bezug auf die Finanzierung der
regionalen ambulanten Suchthilfe nach Ablauf der TWSSV
- Reform der Suchthilfe:
- Differenzierung des stationären Hilfsangebots
- mehr Aufmerksamkeit für Prävention und
"Sozialisierung" der Süchtigen
- Versuch mit Heroinabgabe an ältere, nicht
behandlungsfähige Süchtige
- Erweiterung der Kapazität der Projekte für
(obligatorische/empfohlene) Entziehungskuren (500
Plätze im Einvernehmen mit der
Staatsanwaltschaft)
- Eröffnung einer gerichtsmedizinischen
Suchtklinik (70 Plätze)
- Einsetzung einer Zwischenbehördlichen Projektgruppe
Sicherheit und Suchthilfe (Regierung, Gemeinden,
Vereinigung Niederländischer Gemeinden) unter besonderer
Berücksichtigung der Maßnahmen zugunsten der großen
Städte
- Einsetzung eines Sachverständigenbüros zur
Unterstützung der Gemeinden bei der Bekämpfung der
Folgeerscheinungen des Drogenkonsums und bei den
Maßnahmen in bezug auf Coffeeshops:
- Untersuchungen zur Rechtsprechung
- Entwicklung von Vorschlägen für lokale
Coffeeshop-Maßnahmen
- Meldestellen für Ordnungsprobleme im
Zusammenhang mit Coffeeshops
- Informationsaustausch
- Gesetzentwurf in bezug auf die Möglichkeit, den Zugang
zu Wohnungen zu unterbinden
- Strenge Maßnahmen gegen Drogentouristen, die Probleme
verursachen (gezielte Fahndung und sofortige Ausweisung)
- Gesetzentwurf über strafrechtliche Maßregeln für die
Aufnahme häufig straffälliger/Störungen verursachender
Drogenabhängiger und entsprechender Versuch in Rotterdam
(100 Plätze)
- Reduzierung der geduldeten Menge für den Kleinhandel in
reglementierten Coffeeshops von 30 g auf 5 g und
strengere Kontrolle des Exports
- Aufnahme des in Coffeeshops geduldeten Handelsvorrats von
einigen hundert Gramm in die Richtlinie der
Staatsanwaltschaft
- Gesetzentwurf zur Heraufsetzung der Höchststrafe für
den Anbau von Cannabis
- Priorität bei der Fahndung nach Orten, wo Nederwiet in
großem Maßstab angebaut wird
- Nachrangigkeit der Fahndung im Bereich des Kleinanbaus
von Nederwiet innerhalb lokal festzulegender Grenzen
- Intensivierung der Fahndung nach kriminellen
Organisationen (überregionales Team)
- Höhere Priorität für die Fahndung nach den führenden
Köpfen des Drogenhandels auf lokaler Ebene
- Aktionsplan zur Bekämpfung der organisierten
Kriminalität nach Ablauf der parlamentarischen Enquete
- Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
zwischen Justiz, Polizei, Behörden und
Hilfsorganisationen
- Mehr Aufmerksamkeit für Untersuchungen, Kontrolle und
Evaluierung:
- regelmäßige Umfragen unter den Konsumenten
- Qualitätsprojekte
- Evaluierung präventiver Maßnahmen
- Zukunftsszenarien
- Coffeeshop-Maßnahmen
- THC-Gehalt
- chemische Drogen


Tweede Kamer, vergaderjaar 1994-1995,
24077, nrs. 2-3
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